CAFE - SEITER - OSSWEIL
Cafe Seiter LBG./Ossweil

Die hohe Schule des Käsekuchens im Café Seiter...

Ehepaar Seiter LBG./Ossweil

Wer jemals in seinem Leben versucht hat, einen Käsekuchen zu backen, der weiß um die Schwierigkeiten des Sujets. Der perfekte Käsekuchen, mit lockerer Quark-Eier-Auflage, einem nicht zu dicken und dennoch festen Mürbteig-Boden, gelingt einem so gut wie nie.
Auch Rita Seiter, die sich im Jahre 1994 mit der Eröffnung ihres kleinen Cafés in Ludwigburg-Oßweil einen Lebenstraum erfüllt hatte, war zu Beginn ihrer Karriere als Café-Besitzerin mit ihrem Käsekuchen nicht zufrieden. Sie fand Rat bei zwei älteren Damen, die eines Tages ein glücklicher Wind aus dem Konditorei-Himmel in ihre gemütliche Kaffee-Stube wehte. Beide Frauen waren Anhängerinnen unterschiedlicher Käsekuchen-Schulen. Eine schwor auf Pudding-Pulver als Zugabe zur Quark-Eier-Auflage, die andere hielt große Stücke auf den Zusatz von Mehl. Da Rita Seiter, eine Puristin, grundsätzlich auf künstliche Aromen verzichtet, setzte sie auf Mehl und gewann. Heute backt sie einen der besten Käsekuchen im Schwabenland.
Sie serviert ihn in einem Café, das nicht minder einen Besuch wert ist. Im Ortszentrum von Oßweil, beim Wettenmarkt gelegen, empfängt sie Tagesgäste mit freundlicher Helligkeit. Die moderne Einrichtung ist heimelig und sauber, eine kleine Kuchentheke ist der gastronomische Magnet des Raumes. Dort können Schleckermäuler die Schätze von Rita Seiters Backkunst bewundern. Zur Zeit sind das ein sehr saftiger Apfelkuchen, eine Rumbombe, ein Eierlikör-Kuchen, die Malakohov-Torte und ihr legendärer Käsekuchen.
Der Familienbetrieb, Ehemann Rolf übernimmt ab und zu das Spülen des Geschirrs, zeichnet sich zudem durch eine herzliche Atmosphäre aus. Rita Seiter, die gute Seele des Betriebs, hat für jeden Gast ein gutes Wort. Die mehr als zivilen Preise eröffnen auch finanziell nicht so gut gestellten Familien die Möglichkeit eines Kurz-Urlaubes. Appetit bekommen? Das Café Seiter beherbergt Tagesgäste nach Voranmeldung.
(Quelle: Zeitungartikel aus Regionalausgabe der Ludwigsburger Kreiszeitung)